Beteiligte Archive
Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich
Das Archiv für Zeitgeschichte fördert die historische Forschung in der Schweiz. Seit 1974 gehört es zum Institut für Geschichte der ETH Zürich. Es sichert und erschliesst Quellen vor allem privater Provenienz vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart.
Heute macht es Nachlässe, Archive von Institutionen, Zeitzeugnisse zur oral history und Bildquellen zu folgenden thematischen Schwerpunkten zugänglich: Aussen- und Innenpolitik; Wirtschafts- und Aussenhandelspolitik; Flüchtlingspolitik und Emigration; Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Antisemitismus; Kalter Krieg, Sicherheitspolitik.
Adresse
Archiv für Zeitgeschichte
ETH Zürich
Hirschengraben 62
8092 Zürich
Tel. 044 632 40 03
Fax 044 632 13 92
Mail: afz(at)history.gess.ethz.ch
Internet: http://www.afz.ethz.ch, http://onlinearchives.ethz.ch
ISIL: CH-000919-9
Publikationen über das Archiv für Zeitgeschichte
- Klaus Urner, Marie-Claire Däniker, Thomas Ehrsam, Claudia Hoerschelmann. Das Archiv für Zeitgeschichte und seine Bestände. ETH Zürich. Zürich 1999.
- Daniel Nerlich: Geschichte(n) für die Schweiz von morgen. Das Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich, in: Arbido print 1/2000, S. 15-18.
- Daniel Nerlich: Das Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich und seine Quellenbestände zur schweizerischen Wirtschaftspolitik, in: Archiv und Wirtschaft 42 (2009), Heft 1, S. 7-15.
- Gregor Spuhler: Humanitäres Engagement, Flucht und Migration: Quellen im Archiv für Zeitgeschichte, in: Arbido print 2/2009, S. 33-35.
Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt
Das Staatsarchiv Basel-Stadt dient der Erhaltung von einmaligem unersetzlichen Kulturgut. Es gewährleistet für die öffentlichen Organe des Kantons und der Gemeinden sowie für die Öffentlichkeit, insbesondere für die Forschung und Bildung, eine dauerhafte dokumentarische Überlieferung. Es vermittelt zwischen gestern und heute, indem es die zum Verständnis der Vergangenheit notwendigen Informationen aufbewahrt und zugänglich macht. Seine Bestände reichen vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart. Die Überlieferung ist ausserordentlich dicht, da die Stadt seit dem Erdbeben von 1356 keine grösseren Katastrophen wie Brände oder Kriegszerstörungen erlebt hat. Einen Einschnitt markiert einzig die Archivteilung von 1834 in Folge der Kantonstrennung.
Das Staatsarchiv verwahrt neben dem Archivgut staatlicher Provenienz zahlreiche bedeutende Privatarchive. Die umfangreiche Bildersammlung, das Planarchiv sowie audiovisuelle Unterlagen ergänzen die schriftliche Überlieferung.
Alle Personen haben das Recht, Archivgut im Staatsarchiv zu benützen. Die Benützung ist in der Regel kostenlos. Das Staatsarchiv unterstützt Recherchen, indem es Findmittel, darunter den Online Archivkatalog bereit stellt, Beratung leistet und Anfragen beantwortet.
Das Staatsarchiv unterstützt zudem die Dienststellen des Kantons Basel-Stadt bei der Aktenführung und Aktenübergabe. Dabei entscheidet es, welchen Unterlagen dauerhafter historischer Wert zukommt. Zudem übernimmt es Unterlagen aus Privatbesitz, wenn diese für die historische Überlieferung von Bedeutung sind.
Adresse
Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt
Martinsgasse 2
Postfach
4001 Basel
Tel. 061 267 86 01
Fax 061 267 65 71
Mail: stabs(at)bs.ch
Internet: http://www.staatsarchiv.bs.ch
ISIL: CH-000027-1
Staatsarchiv des Kantons Thurgau
Das Staatsarchiv ist der grösste für jedermann zugängliche Informationsspeicher zu Geschichte und Gegenwart des Kantons Thurgau. Seine Archivbestände reichen vom Jahr 1125 bis zum Jahr 2010. Seine Präsenzbibliothek enthält eine nahezu vollständige Sammlung aller Literatur, die je über den Thurgau publiziert worden ist.
Adresse
Staatsarchiv Thurgau
Regierungsgebäude
8510 Frauenfeld
Tel. 052 724 24 30
Fax 052 724 28 97
Mail: staatsarchiv(at)tg.ch
Internet: http://www.staatsarchiv.tg.ch
ISIL: CH-000089-4
Literatur
- Bruno Meyer: Geschichte des thurgauischen Staatsarchives, in: Festgabe für Regierungsrat Anton Schmid, Frauenfeld 1942, S. 119-187.
- Staatsarchiv des Kantons Thurgau: Beständeübersicht, bearb. von André Salathé, Frauenfeld 2005.
- André Salathé: Das Staatsarchiv des Kantons Thurgau, in: Thurgauer Beiträge zur Geschichte 145 (2008), S. 97–127.
Staatsarchiv des Kantons Zug
Das Staatsarchiv enthält die amtliche Überlieferung des eidgenössischen Standes Zug bis 1798, des helvetischen Kantons Waldstätten bis 1802 und der kantonalen Verwaltungsstellen, Schulen, Anstalten und Behörden (Parlament, Regierung, Gerichte) seit 1803. Neben diesem staatlichen Archivgut verwahrt das Staatsarchiv auch Schenkungen und Depots von Privaten (Einzelpersonen, Familien, Vereine, Firmen), darunter den gesamten früheren Handschriften- und Nachlässe-Bestand der Stadt- und Kantonsbibliothek Zug.
Das Staatsarchiv (fünf Gehminuten vom Bahnhof SBB entfernt) ist öffentlich. Der Lesesaal mit der auf dem Platz Zug umfangreichsten Bibliothek historischer Ausrichtung ist Montag-Freitag von 9 bis 17 Uhr durchgehend geöffnet. Nach Ablauf allfälliger Schutzfristen ist die Einsichtnahme in Archivgut frei und unentgeltlich. Das Archivgesetz vom 29. Januar 2004 regelt die Benützung im Detail.
Die älteren Archivbestände sind thematisch erschlossen. Die Erschliessung der Zuwächse seit 1979 erfolgt nach Provenienz. Die Archivdatenbank ist im Aufbau und wird kontinuierlich erweitert. Sie enthält auch Verzeichnisse von kommunalen Archiven, so zum Beispiel die ausführlichen Regesten der Einträge in den Rats- und Gemeindeversammlungsprotokollen der Stadt Zug bis 1798 (Publikation im Gange).
Adresse
Staatsarchiv Zug
Aabachstrasse 5
Postfach 857
6301 Zug
Tel. 041 728 56 80
Fax 041 728 56 89
Mail: staatsarchivzug(at)allg.zg.ch
Internet: http://www.zug.ch/staatsarchiv/
ISIL: CH-000073-4
Literatur
- Peter Hoppe: Zugerische Archivlandschaft im Wandel, in: Tugium 13 (1997), S. 61-72 (mit weiterführender Literatur).
- Peter Hoppe: 25 Jahre professionell betreutes Staatsarchiv 1979-2004, in: Tugium 20 (2004), S. 11-18.
Staatsarchiv des Kantons Zürich
Das Staatsarchiv ist das Endarchiv des Kantonsrats, der Regierung, der kantonalen Zentral- und Bezirksverwaltung sowie der Gerichte und Anstalten des Kantons Zürich. Es übernimmt, erschliesst und konserviert deren dauernd überlieferungswürdige Unterlagen. Als historisches Archiv verwahrt das Staatsarchiv zudem das Verwaltungsschriftgut des alten Stadtstaates Zürich seit der Zeit des Mittelalters. Ergänzt werden diese Bestände durch Dokumente privater Herkunft (z. B. von Firmen, Vereinen, Zünften, Familien und Einzelpersonen).
Die Aufbewahrung dieser Unterlagen soll staatliches Handeln nachvollziehbar machen, historische Forschungen ermöglichen und kulturelle Interessen im weitesten Sinn bedienen.
Das Staatsarchiv ermöglicht Interessierten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Einsicht in seine Bestände. Ergänzend betreibt es eine öffentliche Präsenzbibliothek mit den Schwerpunkten „Geschichte des Kantons Zürich“ und „Archivwissenschaft“. Es beaufsichtigt und berät zudem die Gemeinden des Kantons in Fragen des Archivwesens.
Als Amtsstelle gehört das Staatsarchiv zur kantonalen Verwaltung und ist der Direktion der Justiz und des Innern unterstellt.
Adresse
Staatsarchiv des Kantons Zürich
Winterthurerstrasse 170
8057 Zürich
Tel. 044 635 69 11
Fax 044 635 69 05
Mail: staatsarchivzh(at)ji.zh.ch
Internet: http://www.staatsarchiv.zh.ch/
ISIL: CH-000033-9
Literatur
- Paul Schweizer: Geschichte des Zürcher Staatsarchivs. Neujahrsblatt des Waisenhauses Zürich 1894.
- Anton Largiadèr: Das Staatsarchiv Zürich. 1837-1937. Gedenkschrift zum hundertjährigen Bestehen, Zürich 1937.
- Hans Conrad Peyer: Das Staatsarchiv Zürich. Bestände - Aufgaben - Benützung, in: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 1968, S. 131-151.
- Ulrich Helfenstein: 150 Jahre Staatsarchiv, 1837-1987, in: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 1988. S. 4-30.
- Reto Weiss, «Die Registratur der Archiven» – zur Entwicklung des Zürcher Archivwesens im 18. Jahrhundert, in: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2002, S. 443-494.
- Reto Weiss, Das Fundament der Zürcher Geschichtsschreibung: Die Zürcher Archivlandschaft, in: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 69 (2002), S. 93-128.